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Die Hochzeitsnacht - Brautnacht

Bis ins späte Mittelalter wurde bei weitem nicht zu jeder Hochzeit geheiratet. Denn unter "Hochzeit" verstand man eine hohe, festliche Zeit und somit vor allem ein geistliches Fest. Die vier Hochzeiten des Jahres waren Ostern, Pfingsten, Allerheiligen und Weihnachten. Erst im Laufe der Zeit verengte sich die Bedeutung des Wortes zur heutigen, und wer heute Hochzeit sagt, mein immer eine Vermählungsfeier.

Erstaunlicherweise ist die "Hochzeitsnacht" ein sehr neues Wort und erst in unserem Jahrhundert belegt. Zuvor war ausschließlich der Ausdruck "Brautnacht" gebräuchlich, der allerdings nicht unbedingt genau das gleiche meinte. Denn Brautnacht heißt die Nacht, in der die Ehe vollzogen wird, und die muss keineswegs dem Hochzeitstag folgen. In gewissen Regionen Deutschlands hat der Volksglaube sogar den Beischlaf in der Hochzeitsnacht verboten, weil er als zu gefährlich galt. Dieser Glaube geht zurück auf das Buch Tobias, in dem der böse Geist Asmodi die Männer in der Hochzeitsnacht tötet. Drum wurden solche enthaltsamen Nachte "Tobiasnächte" genannt.

Im Mittelalter schliefen Brautführer und Brautjungfern mancherorts die ersten drei Nächte im gleichen Bett mit dem Brautpaar, um das Schlimmste zu verhindern. Ein heutzutage ziemlich unüblicher Brauch, doch auch ohne dies wird die Hochzeitsnacht oft nicht ganz so fröhlich. Etwas dann, wenn Scherzbolde das Schlafzimmer zugenagelt ausgeräumt oder bis unter die Decke mit Luftballons aufgefüllt haben.

Eheringe - Symbol der Unendlichkeit

Eheringe-Symbol der Unendlichkeit Die Bedeutung eines Eheringes war schon immer an tiefe Gefühle und Wertmaßstäbe gebunden. Der Ring als Symbol der Unendlichkeit hat bis heute seinen Sinn behalten: Ob als Trau oder Verlobungsring oder als Ring zum Zeichen der Freundschaft und Verbundenheit. Nach alter Tradition ist der Ringkauf die Sache des Bräutigams, die meisten Paare gehen aber heute gemeinsam zum Juwelier um sich die Ringe auszusuchen, damit ist sicher gewährleistet, dass der Ring auch passt und gefällt.

Der Ehering ist ein Liebesbeweis und ein sichtbares Zeichen für die Außenwelt, denn jeder erkennt sofort seine Bedeutung. Wenn ein Ring verloren geht, bedeutet es auch heute noch Unglück, für manche sogar die Ankündigung für das Ende der Ehe. Abhilfe schafft in diesem Falle der Kauf neuer Eheringe, die dann von einem Pfarrer noch geweiht werden müssen. Der Bräutigam kann seiner Liebsten zusätzlich zum Ehering eine Überraschung bereiten, indem er ihr einen zweiten Ring mit einem besonderen Edelstein schenkt. In die Innenseite des Ringes können die Namen der Partner, das Datum, der Ort der Trauung oder eine schöne Liebeserklärung graviert werden.

Trauringe werden immer individueller:
Ausgefallenes Design und persönliche Gravuren liegen im Trend. Beim Material für die Ringe sind die Paare selten sparsam: 585er oder 750er Gold sollte es schon sein, sagt Hans-jürgen Wiegleb, Präsident des Zentralverbandes der deutschen Goldschmiede, Silberschmiede und Juweliere. Gelbgold ist nach wie vor gefragt, wenn auch weniger als in früheren Jahren. „Weißgold ist sehr beliebt, auch Platin spielt eine große Rolle", sagt Alfred Schneider, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Schmuck und Uhren. Gerne genommen würden auch Ringe mit einem Materialmix, bei denen beispielsweise Weißgold mit Gelbgold kombiniert wird.

Bei der Wahl des Materials sollte vor allem die Färbe der Haut berücksichtigt werden. Als Faustregel gilt: Auf bräunlicher Haut sieht Gold gut aus, auf blasser Haut eher Weißgold und Platin.
Immer mehr Paare entscheiden sich auch deshalb für Platin, weil dieses Metall im Vergleich zu Gold deutlich haltbarer und widerstandsfähiger ist. Modern sind derzeit breite Trauringe zwischen fünf und acht Millimetern. Wichtig ist, dass die Form des Ringes zur Hand passt. Ein schwerer Ring ist an einer schmalen Hand fehl am Platz, umgekehrt sehe ein dünner Ring an einer kräftigen Hand einsam aus. Um bei der Hochzeit keine bösen Überraschungen zu erleben, sollten die Paare sich schon mindestens zwei bis drei Monate vor der Hochzeit um die Ringe kümmern. Denn ist die Wahl gefallen, werden die Ringe meist erst individuell gefertigt. Im Trend liegen Ringe mit Symbolcharakter.

Auch bei der Gravur legen die Paare Wert auf Bilder, die eine Verbindung zu ihrer eigenen Geschichte haben. Klassiker ist aber nach wie vor die Gravur mit Vornamen des Partners und Hochzeitsdatum. Um dem Ring besondere Individualität zu geben, wollen immer mehr Heiratswillige ihre Ringe selbst schmieden. Bundesweit werden dafür Kurse angeboten. Da können die Paare hämmern, schleifen und löten. Auch für handwerklich Ungeübte sei es möglich, Trauringe in Gold oder Platin so anzufertigen, dass sie sich nicht von gekauften Ringen unterscheiden. Auffallend ist nach Angaben von Experten, dass sich immer weniger Männer gegen einen Trauring sträuben. Immer mehr Männer sind überzeugte Eheringträger.